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Neigetechnik
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Neigetechnik ist eine Technik, bei der Fahrzeuge oder Teile von Fahrzeugen bei der Durchfahrung von Kurven quer zur Fahrtrichtung geneigt werden. Das reduziert die empfundene Seitenbeschleunigung bei FahrgÀsten, da der Normalenvektor des Fahrzeugbodens zum Summen-Vektor aus Zentrifugalkraft und Gewichtskraft hin gedreht wird.

Contents

‱ Stellsysteme
‱ Geschichte
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Anwendungen bei Schienenfahrzeugen

Bei Schienenfahrzeugen steht Neigetechnik konkret fĂŒr eine GleisbogenabhĂ€ngige Wagenkastensteuerung (AbkĂŒrzung Neitech, GSt), bei der die WagenkĂ€sten eines Eisenbahnzuges gegenĂŒber ihrem Fahrwerk zur Kurveninnenseite geneigt werden. Die Neigetechnik erlaubt damit ein schnelleres Durchfahren von Gleisbögen, ohne dass die im Wagenkasten auftretenden waagerechten Anteile der Zentripetalkraft einen bestimmten Toleranzwert ĂŒberschreiten. Dies wird auch als „bogenschnelles Fahren“ bezeichnet. Bei nicht erhöhter Geschwindigkeit (Regelgeschwindigkeit, konventionelle Geschwindigkeit) kann das System genutzt werden, um die Kurvenfahrt, durch eine geringere auf den Fahrgast wirkende seitliche Kraft, angenehmer zu gestalten. Die Hersteller einiger Neigetechniksysteme sprechen hier von einer „Komfortneigung“. Nicht alle Fahrzeuge mit Neigetechnik besitzen diese Einstellung.

Stellsysteme

Man unterscheidet zwischen passiver und aktiver Neigetechnik:

‱ Bei der passiven Neigetechnik sind die WagenkĂ€sten oberhalb ihres Schwerpunktes an erhöhten FortsĂ€tzen des FahrwerkstrĂ€gers aufgehĂ€ngt. Dadurch schwingen sie aufgrund der Fliehkraft im unteren Bereich nach außen, im oberen nach innen. Die Schwingungen werden durch DĂ€mpfungselemente beruhigt. Der Neigewinkel ist auf 3,5° beschrĂ€nkt. Dadurch ist der Geschwindigkeitsgewinn bei Bogenfahrt auch deutlich geringer als bei aktiven Systemen. HĂ€ufig dient die passive Neigetechnik wie beim spanischen Talgozug nur der Komfortverbesserung. In der Schweiz war geplant, eine passive Neigetechnik namens Wank-Kompensation zur FahrzeitverkĂŒrzung einzusetzen, um ITF-Knotenzeiten halten zu können.
‱ Bei der aktiven Neigetechnik sorgen hydraulische Stellzylinder (Hydraulikzylinder) oder ein elektrischer Stellantrieb (E-Motor mit hochuntersetztem Getriebe und Spindelantrieb, der die Rotationsbewegung des E-Motors in eine lineare Bewegung umsetzt) dafĂŒr, dass die WagenkĂ€sten auslenken. Der Neigewinkel kann bis 8,6° betragen. Die klassische Lösung mit Hydraulik birgt die stets latente Umweltgefahr durch die typischen Leckagen der Hydraulikzylinder.
‱ Es gibt Mischformen der Stellsysteme z. B. in Japan, beispielsweise passive Neigesysteme, bei denen die Neigung aktiv ein- und ausgeleitet wird.

Sensorik-Konzepte

Man unterscheidet bei den aktiven Systemen zusÀtzlich noch zwischen verschiedenen Systemkonfigurationen der Regelung und der zugehörigen Sensorik:

‱ Beim inertialen System wird mindestens die Seitenbeschleunigung ĂŒber inertiale Sensoren gemessen und die Neigung entsprechend eingestellt. Fast alle aktuellen Entwicklungen benutzen inertiale Systeme.
‱ Beim vollstĂ€ndigen System werden in drei Dimensionen alle sechs Freiheitsgrade (3 Beschleunigungen Bremsen, Stampfen, Pendeln und drei Winkelgeschwindigkeiten Gieren, Nicken, Neigen) ĂŒber Sensoren gemessen und die Neigung entsprechend eingestellt. Diese Lösung wird nach Mess- und Fahrversuchen bisher kaum eingesetzt, da aus der Sicht der Maschinentechnik der Messaufwand fĂŒr zu hoch gegenĂŒber der erreichten Komfortverbesserung gehalten wird. TatsĂ€chlich bedeutet der Aufwand fĂŒr die Messtechnik auf der Basis moderner MEMS-Sensoren keinen preislichen Unterschied.
‱ Beim unvollstĂ€ndigen System werden in drei Dimensionen nicht alle sechs Freiheitsgrade (beispielsweise 3 Beschleunigungen und zwei Winkelgeschwindigkeiten) ĂŒber Sensoren gemessen und die Neigung entsprechend eingestellt. Dieses System ist in den Messfehlern dem vollstĂ€ndigen System unterlegen und verursacht bei schnellem Wechsel auf Weichen ungefĂ€hrliche, aber irritierende Fehlsteuerungen.
‱ Bei wissensbasierenden Systemen wird die zu erwartende notwendige Neigung in AbhĂ€ngigkeit von der aktuellen Zugposition aus einer Datenbank entnommen. Ein ausschließlich wissensbasiertes System ist ohne Sensoren nicht robust gegen Störungen und daher kaum komforttauglich. „SIBI“ – die Neigetechnik des spanischen Herstellers CAF – verwendet vorgefertigtes Kartenmaterial in Verbindung mit GPS-EmpfĂ€nger und KilometerzĂ€hlern und kann somit auf Balisen verzichten.cite-ref-1[1] Es gibt verschiedene Anordnungen der Messeinheiten in den Fahrzeugen: Eher selten wird im Wagenkasten gemessen, wo der Komfort hergestellt werden soll, diese Lösung ist trĂ€ge gegenĂŒber den Störungen, aber komfortabel. Meist wird im Drehgestell gemessen, wo die Störungen aus dem Gleisbett eingeleitet werden, diese Lösung ist flink gegenĂŒber den Störungen. Besonders sparsam ist das Messen nur im ersten Fahrzeug, das die Störungen in den nachfolgenden Fahrzeugen nur schĂ€tzen lĂ€sst.

Folgen fĂŒr die Raumaufteilung

Damit die ZĂŒge auch mit aktiver Neigetechnik in das Lichtraumprofil von Altbaustrecken passen, werden die SeitenwĂ€nde in der Regel schrĂ€g gestellt. Der Innenraum wird dadurch im oberen Bereich schmaler als in einem starren Zug.

Drehgestelle und AufhĂ€ngung fallen komplizierter aus als bei herkömmlichen Triebwagen. Auch sollten schwere Bauteile im geneigten Fahrzeugteil (Transformatoren oder Treibstofftanks, Dieselmotoren und Generatoren) möglichst in Höhe der Neigeachse montiert werden, um das TrĂ€gheitsmoment und damit den Kraftaufwand fĂŒr den Neigevorgang möglichst gering zu halten; sie werden daher ĂŒblicherweise unter dem Fußboden angeordnet. Beides zusammen wird dann zu einem konstruktiven Problem, wenn das Fahrzeug zusĂ€tzlich noch in niederfluriger Bauweise ausgefĂŒhrt werden soll.

Neigetechnik und Traktionskonzept

Obschon die Neigetechnik prinzipiell – unter Einhaltung der zulĂ€ssigen Achslasten – auch bei lokbespannten ZĂŒgen eingesetzt werden könnte, werden NeigezĂŒge in aller Regel als TriebwagenzĂŒge konzipiert. Wird dabei der Antrieb in Triebköpfen konzentriert, so mĂŒssen nur die Zwischenwagen mit Neigetechnik ausgerĂŒstet werden, da das Verfahren ja lediglich den Fahrkomfort fĂŒr die Reisenden (und nicht etwa auch die Sicherheit der SpurfĂŒhrung) verbessert.

Bei elektrischen TriebzĂŒgen mit verteiltem Antrieb dĂŒrfen sich die auf dem Dach der einzelnen Triebwagen montierten Stromabnehmer nicht neigen, damit der Kontakt zum Fahrdraht erhalten bleibt. Dies kann durch folgende Möglichkeiten erreicht werden:

Das Fahrzeug, auf dem der Stromabnehmer montiert ist, neigt sich nicht. Die Lösung wurde beispielsweise im Triebkopf des X2000 realisiert. Der Stromabnehmer sitzt auf einem sich nicht neigenden Rahmen, der direkt auf dem Drehgestell aufliegt, wie z. B. beim FS ETR 470 Der Stromabnehmer sitzt auf einem Hilfsrahmen auf dem Dach des Fahrzeuges und wird von einem eigenen Stellantrieb entgegen der Neigung des Wagenkastens bewegt, wie z. B. beim ICE T und beim SBB RABDe 500.

Betriebseigenschaften

Fahrten mit Komfortneigung unterscheiden sich betrieblich nur gering von Fahrten mit starren ZĂŒgen, sie fĂŒhren zu einem gesteigerten Aufwand bei Bau und Wartung der komplexeren ZĂŒge.

Die EinfĂŒhrung von Neigetechnik zur Beschleunigung des Bahnverkehrs stellt komplexe Anforderungen an die gegenseitige Abstimmung von Infrastruktur und Rollmaterial. In diesem Fall steigt auch der Aufwand auf Seiten der Infrastruktur.

Insbesondere die Signaltechnik muss auf die höheren Geschwindigkeiten ausgelegt werden. In Deutschland kommt zusĂ€tzlich zur normalen Zugbeeinflussung (PZB) die GeschwindigkeitsĂŒberwachung Neigetechnik (GNT) zum Einsatz, die die erhöhte Geschwindigkeit freigibt, wenn sie sicher gefahren werden kann. Die Sicherung von BahnĂŒbergĂ€ngen muss so geĂ€ndert werden, dass die Schranken auch bei einem schnelleren Zug rechtzeitig geschlossen sind.

FĂŒr den Oberbau ist es bei gleicher Geschwindigkeit und Masse gleichgĂŒltig, ob der Wagen aufgerichtet oder geneigt durch die Kurven fĂ€hrt. Allerdings fĂŒhren erhöhte Kurvengeschwindigkeiten zu höherem Abrieb an Gleis und Radkranz. Um die Neigetechnik mit sanftem Wechsel der Neigung nutzen zu können, mĂŒssen Kurven Übergangsbögen enthalten. Plötzliche Wechsel der KrĂŒmmung, wie sie vor allem in Weichenbereichen auftreten, dĂŒrfen nicht bogenschnell befahren werden.

In Deutschland ist die Neigetechnik nur fĂŒr bogenschnelles Fahren bis 160 km/h zugelassen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich wird nur die Komfortneigung verwendet, neue Schnellfahrstrecken werden nicht fĂŒr bogenschnelles Fahren ausgelegt. Hingegen kann die Neutrassierung von Altstrecken nach Einsatz der Neigetechnik unterbleiben.

Im europĂ€ischen Zugbeeinflussungssystem ETCS sind folgende Zugreihen fĂŒr NeigezĂŒge vorgesehen:cite-ref-2[2]

| Bezeichnung | Zugtyp | Überhöhungsfehlbetrag |
|---|---|---|
| TILT 1 | Neigezug | 165 mm |
| TILT 2 | Neigezug | 180 mm |
| TILT 3 | Neigezug | 210 mm |
| TILT 4 | Neigezug | 225 mm |
| TILT 5 | Neigezug | 245 mm |
| TILT 6 | Neigezug | 275 mm |
| TILT 7 | Neigezug | 300 mm |

ReisezeitverkĂŒrzung

Durch den Einsatz einer aktiven Neigetechnik kann mit bis zu 30 % höherer Geschwindigkeit durch Gleisbögen gefahren werden. Dadurch werden auf kurvenreichen Strecken die Reisezeiten verkĂŒrzt.

Folgende Tabelle gibt ein Beispiel fĂŒr die rechnerische Geschwindigkeitserhöhung durch Einsatz der Neigetechnik.

| Bogenhalbmesser | Geschwindigkeit | Geschwindigkeit | Geschwindigkeit | Geschwindigkeit | Geschwindigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| | konventionell | Wankkompensation (2,0°) | passive Neigetechnik (2,5°) | aktive Neigetechnik (6,5°) | aktive Neigetechnik (8°) |
| R / Meter | v zul / (km/h) | v zul / (km/h) | v zul / (km/h) | v zul / (km/h) | v zul / (km/h) |
| 200 | 65 | 70 | 70 | 85 | 90 |
| 500 | 105 | 115 | 120 | 135 | 140 |
| 800 | 135 | 145 | 150 | 170 | 180 |
| 1100 | 160 | 175 | 175 | 200 | 210 |
| 1400 | 180 | 195 | 200 | 225 | 235 |
| 1700 | 200 | 215 | 220 | 250 | 260 |
| 2000 | 215 | 235 | 240 | 270 | 285 |

v zul = R 11 , 8 ⋅ ⋅ ( u konv + u neig + u fehl ) {\displaystyle v_{\text{zul}}={\sqrt {{\frac {R}{11{,}8}}\cdot (u_{\text{konv}}+u_{\text{neig}}+u_{\text{fehl}})}}}

mit

u neig = tan ⁡ ⁡ ( Neigewinkel ) ⋅ ⋅ 1435 m m {\displaystyle u_{\text{neig}}=\tan({\text{Neigewinkel}})\cdot 1435\,\mathrm {mm} }
u konv = 150 m m {\displaystyle u_{\text{konv}}=150\,\mathrm {mm} }
u fehl = 130 m m {\displaystyle u_{\text{fehl}}=130\,\mathrm {mm} }
Konstante: 11 , 8 {\displaystyle 11{,}8} in der Einheit h 2 ⋅ ⋅ m m ⋅ ⋅ m k m 2 {\displaystyle \mathrm {\frac {h^{2}\cdot mm\cdot m}{\mathrm {km^{2}} }} } , ergibt sich aus der gemittelten Schwerebeschleunigung an der ErdoberflĂ€che von 9,81 m/sÂČ, einer StĂŒtzweite von 1500 mm sowie der Umrechnungszahl 3,6 fĂŒr die Konvertierung von m/s nach km/h.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Anmerkung: Die Tabellenwerte sind auf ganze 5 km/h abgerundet.

Nebenwirkungen

Im Zusammenhang mit der EinfĂŒhrung der Neigetechnik kam es vielfach zu Diskussionen, ob und inwieweit die beim Neigevorgang auf die FahrgĂ€ste wirkenden Hubbewegungen Übelkeit und Reisekrankheit, auch Bewegungskrankheit oder SMS (symptoms of motion sickness) genannt, auslösen können. Die Angaben zur HĂ€ufigkeit entsprechender Beobachtungen variieren stark, wobei Inzidenzraten bis 30 Prozent gemeldet werden.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] Die AusprĂ€gung solcher Nebenwirkungen hĂ€ngt einerseits stark von der gegenseitigen Abstimmung von Fahrdynamik und Streckeneigenschaften (z. B. LĂ€nge der Übergangsbögen, HĂ€ufigkeit von Kurven) ab, andererseits auch von der persönlichen AnfĂ€lligkeit der FahrgĂ€ste und deren Sitzposition im Fahrzeug. So wurden bei Frauen eine 12 Prozent höhere Inzidenz und dreimal so hohe SymptomhĂ€ufung als bei MĂ€nnern beobachtet.cite-ref-7[7] Bei einer Verminderung des Anteils der kompensierten Querbeschleunigung an der gesamten (unausgeglichen) Querbeschleunigung von 70 auf 55 Prozent wurde in einer Studie eine Verminderung der Inzidenz der Reisekrankheit um 25 bis 40 Prozent gezeigt. Bei Frauen wurde eine zwei- bis dreifach höhere Inzidenz als bei MĂ€nnern beobachtet.cite-ref-8[8]

AnfÀlligen Personen wird empfohlen, in Fahrtrichtung und nicht am Fenster zu sitzen.

Wirtschaftlichkeit

Die Nutzung von Neigetechnik fĂŒhrt zu höheren Beschaffungs- und Instandhaltungskosten von Fahrzeugen, höheren Anforderungen an die Instandhaltung der Infrastruktur, Kosten fĂŒr punktuelle VerĂ€nderungen an der Infrastruktur (Radien, Überhöhungen, Einschaltstrecken von BahnĂŒbergĂ€ngen u. a.) sowie die notwendige sicherungstechnische AusrĂŒstung (z. B. GNT). Die Kosten fĂŒr notwendige Anpassungen an der Strecke werden von der Deutschen Bahn grob mit unter 100.000 Euro je Streckenkilometer angegeben.cite-ref-ei-2007-11-10-9-0[9]

Laut Angaben der Deutschen Bahn von 2007 lĂ€sst sich aufgrund der Begrenzung der Achslast von NeigetechnikzĂŒgen auf 16 t keine höhere Belastung der Infrastruktur durch Neigetechnikeinsatz feststellen. An zusĂ€tzlichen Instandhaltungsaufwendungen fielen Kosten fĂŒr die jĂ€hrliche ÜberprĂŒfung der Balisen sowie durch das frĂŒhere Erreichen von Grenzwerten bedingte Kosten an.cite-ref-ei-2007-11-10-9-1[9]

Vergleich mit nicht ausgebauter Strecke

Die zulĂ€ssige Geschwindigkeit in Bögen kann durch Neigetechnik, ausgehend von einer konventionellen Geschwindigkeit bis 120 km/h, um bis zu 40 km/h gesteigert werden; unter sehr gĂŒnstigen Bedingungen können Fahrzeiteinsparungen von bis zu 20 Prozent erreicht werden, in vielen FĂ€llen allerdings nur bis zu etwa 10 Prozent.cite-ref-ei-2007-11-10-9-2[9] Fahrzeitgewinne fĂŒhren (unabhĂ€ngig davon, wie sie erreicht werden) zu zwei möglichen wirtschaftlichen Vorteilen:

‱ Die ProduktivitĂ€t steigt, da ein Fahrzeug (einschließlich Besatzung) eine höhere Transportleistung in gegebener Zeit erbringen kann. Benötigt ein Fahrzeug etwa auf einer Linie mit Stundentakt 35 Minuten fĂŒr eine Strecke, so ist ein zweites Fahrzeug notwendig, um den Stundentakt zu erhalten. ZusĂ€tzlich haben beide Fahrzeuge an den Endbahnhöfen 25 Minuten Wendezeit. Wird durch Neigetechnik diese Strecke um 10 Minuten beschleunigt, so kann ein einziges Fahrzeug auf dieser Linie einen Stundentakt gewĂ€hrleisten und hat dabei lediglich eine Wendezeit von 5 Minuten an den Endbahnhöfen.
‱ Wenn vor Kurven weniger abgebremst und hinterher wieder beschleunigt werden muss, wird Energie gespart und Verschleiß gemindert.
‱ Viele Reisende nehmen schnellere Verbindungen als attraktiver wahr, sowohl die Zahl der Kunden als auch deren Zahlungsbereitschaft kann steigen.

Diese Vorteile kommen nur zum Tragen, wenn die Beschleunigung auch wirklich genutzt werden kann und nicht zu lĂ€ngeren Stillstand- und Umsteigezeiten fĂŒhrt. Einsparungen von Fahrzeugen durch kĂŒrzere Wendezeiten sind oft problematisch, da VerspĂ€tungen teilweise in nachfolgende Fahrten ĂŒbernommen werden mĂŒssen und bei besonders knappen Wendezeiten bis zum Betriebsschluss nicht wieder aufgeholt werden können. Dadurch kann die allgemeine PĂŒnktlichkeit sinken und damit auch die AttraktivitĂ€t bei den FahrgĂ€sten.

Den Vorteilen stehen außerdem die Investitionskosten fĂŒr teurere ZĂŒge (und ggf. eine besondere StreckenausrĂŒstung) sowie höhere Wartungskosten fĂŒr Fahrzeuge und (je nach Bauart) den Fahrweg gegenĂŒber.

Vergleich mit Neutrassierung

Die Neutrassierung einer Strecke fĂŒhrt in der Regel zu weit höheren Kosten als die AusrĂŒstung fĂŒr Neigetechnik. Zudem ist in bebauten Gebieten eine Neutrassierung meist nicht möglich. Der Einsparung an Baukosten stehen generell die höheren Beschaffungs- und Wartungskosten fĂŒr die Wagen gegenĂŒber. Zudem sind Neutrassierungen einmalige Kosten (die Erfahrung zeigt, dass Bahnstrecken aus dem 19. Jahrhundert noch heute genutzt werden), wohingegen die Anschaffung rollenden Materials wiederkehrende Kosten sind.

Vergleich mit Elektrifizierung

GrundsĂ€tzlich können Elektrifizierung und Ausbau fĂŒr Neigetechnik unabhĂ€ngig voneinander ausgefĂŒhrt werden. Teilweise limitiert jedoch das Lichtraumprofil derartige Ausbauten. Elektrische ZĂŒge haben im Vergleich zu dieselbetriebenen ZĂŒgen unter sonst gleichen Bedingungen bessere Beschleunigung, was vor allem auf Strecken mit hĂ€ufigem Halt (z. B. S-Bahn) von Vorteil ist. DarĂŒber hinaus sinken die Treibstoffkosten zum Teil erheblich. In Deutschland sind elektrische Triebwagen selten fĂŒr Neigetechnik ausgestattet, aber international gibt es derartige Modelle zum Teil seit Jahren im Einsatz. Problematisch ist vor allem der Stromabnehmer, der fĂŒr Neigetechnik beweglich sein muss.

Geschichte

Franz Kruckenberg meldete 1928 ein aktives hydraulisches Neigesystem mit selbsttÀtiger Regelung zum Patent an.cite-ref-10[10] Die passive Neigetechnik wurde in diesem Dokument bereits als Stand der Technik vorausgesetzt.

1941 erschienen drei „Pendulum Coaches“ mit passiver Neigetechnik bei drei US-amerikanischen Bahnen (Santa Fe, Burlington und Great Northern). Der Wagenkasten war etwa auf Höhe Fensterunterkante auf den Drehgestellen gelagert und konnte so in den Kurven ausschwingen, allerdings ohne DĂ€mpfungcite-ref-11[11]. Die Wagen liefen bis in die 60er Jahre, planmĂ€ĂŸige EinsĂ€tze sind bei Burlington in den 50er Jahren fotografisch belegtcite-ref-12[12].

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden unter anderem in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien Versuche mit Neigetechnikfahrzeugen aufgenommen.cite-ref-ei-2007-11-10-9-3[9] Ein frĂŒher Prototyp wurde in den fĂŒnfziger Jahren in Frankreich realisiert.

Fahrzeuge mit aktiver Neigetechnik werden (Stand: 2019) u. a. von Alstom (Pendolino-Familie) und CAF (SIBI-System) angeboten.cite-ref-eri-2019-438-13-0[13]

Italien

Den Durchbruch zu einer funktionsfĂ€higen aktiv-hydraulischen Neigetechnik schaffte Fiat Ferroviaria mit dem Prototyp Y 0160, der 1971 gebaut und bis 1975 getestet wurde. Mit den gewonnenen Erfahrungen baute FIAT 1975 den ETR 401. Erste SerienzĂŒge mit der neuen Technik (ETR 450) wurden trotz hoher ZuverlĂ€ssigkeit des VersuchstrĂ€gers erst 1984 bestellt. RegelmĂ€ĂŸig eingesetzt werden sie seit 1988.

Großbritannien

Ende der 1960er Jahre begannen die Ingenieure bei der British Rail Research Division mit der Entwicklung des Advanced Passenger Trains, der auch ĂŒber eine neuartige aktive Neigetechnik verfĂŒgte. Zur Übermittlung der zulĂ€ssigen Höchstgeschwindigkeit bei aktiviertem bogenschnellem Fahren kam das balisengestĂŒtzte Überwachungssystem C-APT zum Einsatz.cite-ref-14[14]

Heute ist die West Coast Main Line mit dem auf Eurobalisen basierenden System TASS ausgerĂŒstet, das bogenschnelles Fahren ermöglicht. Fahrzeugseitig ist das System in der Class 221 und der Class 390 installiert.

Spanien

WĂ€hrend bei der aktiven Neigetechnik von der Serienreife bis zum Serieneinsatz viele Jahre vergingen und mit der Baureihe 443 von 1979 bis 1987 zunĂ€chst nur ein Zug mit dieser Technologie verkehrte, begann der kommerzielle Einsatz von passiver Neigetechnik 1980 mit den spanischen Talgo-Pendular-ZĂŒgen.cite-ref-ei-2007-11-10-9-4[9]

Seit 1997 ist auch die aktive Neigetechnik in den Baureihen 594, 598 und 490 wieder im Einsatz.

Frankreich

In Frankreich und in der Schweiz wurde die aktive Neigetechnik an Einzelwagen der Baureihen Voiture Grand confort (SNCF) und EW III (SBB) weiterentwickelt. Die Technik wurde in Italien und in Schweden zur Reife gebracht und in den von Fiat erbauten Pendolino-ZĂŒgen sowie im schwedischen SJ X2 erstmals kommerziell eingesetzt.

Deutschland

Ab 1965 in Deutschland durchgefĂŒhrte Versuche mit einer aktiven pneumatischen Steuerung auf Basis der Luftfederung scheiterten an noch nicht ausgereifter Regelungstechnik.cite-ref-ei-2007-11-10-9-5[9] 1968 wurde ein deutscher Dieseltriebwagen mit Neigetechnik zwischen Ingolstadt und Treuchtlingen erprobt.cite-ref-bundesbahn-1989-12-1115-15-0[15]

In Deutschland bewĂ€hrten sich die ersten fĂŒr den kommerziellen Einsatz gebauten Triebwagenbaureihen mit Neigetechnik aus deutscher Entwicklung nicht. Dies waren unter anderem die DieseltriebzĂŒge der Baureihe 634 und Baureihe 614. Die Fahrzeuge waren mit der damals neuen Luftfederung ausgerĂŒstet. Die Neigung in den Bögen erfolgte durch Umverteilen der Luft zwischen den Federn der linken und rechten Fahrzeugseite. Die Lösung war nicht hinreichend standfest, so dass die Deutsche Bundesbahn und die deutsche Bahntechnikindustrie ĂŒber Jahre kein Interesse mehr an der Neigetechnik zeigten. Der in der gleichen Zeit entwickelte Schnelltriebwagen der Baureihe 403 erhielt versuchsweise ebenfalls eine gleisbogenabhĂ€ngige Neigetechnik. Der Wagenkasten konnte in Kurven um bis zu vier Grad geneigt werden; aufgrund fest am Dach montierter Stromabnehmer war nur eine Neigung von maximal zwei Grad praktikabel. Da zudem die Wankachse zu niedrig lag, litt jedoch der Fahrkomfort erheblich, weshalb die Neigetechnik im Regelbetrieb vollstĂ€ndig deaktiviert wurde.

Erst nach dem Erfolg der Pendolino-ZĂŒge in Italien und der X2000 in Schweden erwachte in Deutschland das Interesse an dieser Technik wieder. In den Jahren 1987 und 1988 war ein italienischer Pendolino (Baureihe ETR 401) zweimal im deutschen Streckennetz zu Probefahrten unterwegs. Zwischen dem 13. und 31. Juli 1987 verkehrte der Zug auf der Moselstrecke Koblenz–Trier–Dillingen sowie zwischen Ingolstadt und Treuchtlingen. 1988 erfolgte unter anderem am 11. April eine Testfahrt mit Bundesverkehrsminister JĂŒrgen Warnke und Bayerns Verkehrsminister Anton Jaumann.cite-ref-bundesbahn-1988-9-474-16-0[16] 1989 folgten mehrere Mess- und Demonstrationsfahrten mit dem spanischen Talgo Pendular.cite-ref-ek-1989-1-9-17-0[17]

Ende 1989 erfolgte eine PrĂ€sentationsfahrt des italienischen Pendolino-Prototyps von Kaiserslautern ĂŒber Neustadt nach Wörth. In der Folge wurde zwischen Bundesbahn und Land ĂŒber die Finanzierung von bis zu 25 Fahrzeugen fĂŒr den Einsatz im Saarland ab 1991 gesprochen.cite-ref-bundesbahn-1989-12-1115-15-1[15]

Erste Überlegungen, Neigetechnik im deutschen Fernverkehr einzusetzen, stellte die damalige Bundesbahn ab 1988 an.cite-ref-bundesbahn-1989-1-64-18-0[18] Der erste deutsche Neitech-Zug Baureihe 610 verkehrte 1992 zwischen NĂŒrnberg und Hof.

Nach dem Erfolg der Baureihe 610 wurden zwischen 1997 und 2003 ĂŒber zweihundert ZĂŒge der Baureihen 611 und 612 beschafft, welche im schnellen Regionalverkehr in Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Niedersachsen (Harzregion), Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt (Harzregion) und ThĂŒringen zum Einsatz kamen. Diese Diesel-TriebzĂŒge wurden jedoch in den 2010er Jahren aufgrund von Elektrifizierungsprogrammen (Beispiel Dresden–Hof) und Neuausschreibungen (Beispiel Halle–Goslar–Hannover) von etlichen Einsatzstrecken verdrĂ€ngt. Die Neigetechnik erwies sich zudem insbesondere im Winter durch Vereisung als störanfĂ€llig und die Fahrzeuge waren aufgrund der Wagenkastenneigung nicht barrierefrei. In den Jahren 2018 sowie 2019 wurden alle Fahrzeuge der Baureihe 611 ausgemustert und die Fahrzeuge der Baureihe 612 nur noch auf einigen kurvenreichen Gebirgsstrecken im AllgĂ€u sowie zwischen NĂŒrnberg und Hof und auf nicht elektrifizierten Hauptstrecken in ThĂŒringen eingesetzt. In Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Rheinland-Pfalz wurde der Betrieb komplett eingestellt und die ĂŒbrig gebliebenen Fahrzeuge teils dem Stillstandsmanagement ĂŒbergeben, teils fĂŒr den Einsatz in Baden-WĂŒrttemberg einem Redesign unterzogen.

Im Fernverkehr wurden erstmals im Jahr 1999 ICE-ZĂŒge mit aktiver Neigetechnik zwischen Stuttgart und Singen, spĂ€ter zwischen Stuttgart und ZĂŒrich eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete der bis 2005 insgesamt 70 beschafften elektrischen TriebzĂŒge waren MĂŒnchen–NĂŒrnberg–Jena–Leipzig–Berlin, Wiesbaden–Frankfurt–Leipzig–Dresden sowie Dortmund–Frankfurt–NĂŒrnberg–Passau–Wien. Bis ins Jahr 2008 liefen die ZĂŒge weitgehend zuverlĂ€ssig. Im Oktober 2008 wurde bei einem Triebzug der zweiten Serie ein Riss an einem Radsatz entdeckt, was zur vorĂŒbergehenden Stilllegung der gesamten Fahrzeugflotte fĂŒhrte. Bis zur Neuentwicklung neuer Achsen durfte die aktive Neigetechnik im bogenschnellen Betrieb, aufgrund der erhöhten Belastung der Achsen, nicht mehr eingesetzt werden. Erst im Jahr 2018, 10 Jahre nach der Stilllegung, wurde die Neigetechnik auf der Strecke NĂŒrnberg–Passau zur FahrzeitverkĂŒrzung wieder freigegeben.

Laut Angaben der Bundesregierung von 2019 sollen im Fernverkehr in Deutschland zukĂŒnftig keine Fahrzeuge mit Neigetechnik mehr beschafft werden, da die Technologie nicht zukunftsfĂ€hig und die Zahl der entsprechenden Fahrzeughersteller rĂŒcklĂ€ufig sei.cite-ref-bt-19-9802-19-0[19]cite-ref-eri-2019-438-13-1[13] Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) beabsichtigt dagegen, langfristig neue Neigetechnik-TriebzĂŒge einzusetzen.cite-ref-beg-2019-12-18-20-0[20] Derartige ZĂŒge, die batterieelektrisch oder mit Oberleitung betrieben werden, sollten ab Ende 2029 eingesetzt werden.cite-ref-stmb-2022-12-06-21-0[21]cite-ref-22[22] Eine entsprechende Ausschreibung in zwei Losen wurde im April 2023 angekĂŒndigt. Die dreiteiligen und etwa 70 m langen ZĂŒge sollen zunĂ€chst zwölf Jahre in Deutschland und Tschechien eingesetzt werden.cite-ref-23[23] Anfang 2024 legte die BEG bislang geplante zwei Lose zu einem Los zusammen.cite-ref-rb-2024-08-08-24-0[24]cite-ref-25[25] Die Ausschreibung wurde im Juli 2024 veröffentlicht, der Zuschlag soll Mitte 2025 erteilt und der Betrieb mit Neufahrzeugen dann schrittweise in den 2030er Jahren aufgenommen werden. ZunĂ€chst sind noch Gebrauchtfahrzeuge zugelassen.cite-ref-beg-2024-07-21-26-0[26]cite-ref-27[27] Die neuen ZĂŒge sollen sowohl mit GNT (ZUB 262) als auch mit ETCS im bogenschnellen Betrieb eingesetzt werden können.cite-ref-28[28]

Schweiz

Bereits in den 1970er Jahren wurde eine Neigetechnik in Einheitswagen III erprobt, jedoch nicht in die Serie eingebaut.

Vier verschiedene Zugtypen sind bzw. waren in der Schweiz planmĂ€ĂŸig mit Neigetechnik unterwegs.

Die ersten planmĂ€ĂŸig eingesetzten NeigetechnikzĂŒge waren die ETR 470, die von Mailand aus ĂŒber den Lötschberg oder Gotthard in die Schweiz kamen. Diese fuhren teilweise bis nach Stuttgart. Sie fuhren von 1996 bis Ende 2009 im Auftrag von Cisalpino, danach bis 2014 im Auftrag der FS und SBB.

Seit dem Jahre 1999 verfĂŒgen die SBB mit dem InterCity-Neigezug (ICN) ĂŒber eigene NeigezĂŒge, wobei bislang 44 Zuggarnituren der Gattung SBB RABDe 500 mit jeweils 477 SitzplĂ€tzen in Verkehr gesetzt wurden. Beim RABDe 500 handelt es sich um einen elektrischen Triebzug mit aktiver gleisbogengesteuerter Neigetechnik, der im Personenfernverkehr auf den folgenden Strecken eingesetzt wird:

‱ Basel SBB – Delsberg – Biel/Bienne – Neuenburg – Lausanne/Genùve
‱ Basel SBB/ZĂŒrich HB – Luzern – Bellinzona – Lugano – Chiasso
‱ Basel SBB/ZĂŒrich HB – Sargans – Chur

Zwischen Stuttgart und ZĂŒrich verkehrte von 2001 bis 2008 der ICE T der DB AG mit Neigetechnik.

Seit 2009 wird mit dem ETR 610 ein weiterer Zug mit Neigetechnik in der Schweiz eingesetzt.

Die Nutzung von Doppelstocktriebwagen Bombardier Twindexx Swiss Express mit Wankkompensation zur Fahrzeitbeschleunigung war geplant, wurde jedoch wegen der damit verbundenen Komforteinbußen im Sommer 2022 aufgegeben.cite-ref-29[29] Die Fahrzeuge verkehren seither immer noch mit der fest verbauten Wankkompensation, fahren jedoch gleich schnell wie Fahrzeuge ohne Neigetechnik. Der Ausbau der Wankkompensation ist seit 2024 in Planung.cite-ref-30[30] Die Arbeiten sollen Ende 2026 beginnen und Anfang der 2030er-Jahre abgeschlossen sein.cite-ref-31[31]

Österreich

Mit der Baureihe 4011 (ICE T) besaßen die ÖBB von Ende 2006 bis 2020 drei Fahrzeuge mit Neigetechnik. Jedoch fuhren diese, ebenso wie die baugleichen Fahrzeuge der Baureihe 411 der Deutschen Bahn sowie die Pendolinos der Baureihe 680 der tschechischen Bahnen, in Österreich ohne aktive Neigetechnik. Es ist geplant, die kurvenreiche Strecke Passau–Wels fĂŒr Neigetechnik zu ertĂŒchtigen und danach die Fahrzeit zwischen Frankfurt und Wien entsprechend zu senken.

Japan

Die erste Serie japanischer NeigetechnikzĂŒge (381 series)cite-ref-32[32] verkehrte 1973 bis 2024 auf Strecken der JR Central und JR West, sie wurde bei JR Central von der 383 seriescite-ref-33[33] und bei der JR West von der 273 seriescite-ref-34[34] abgelöst.

Der Shinkansen-Prototyp Alfa-X, der ab 2019 einem dreijÀhrigen Testprogramm unterzogen wird, soll eine aktive Wagenkastenneigung von bis zu zwei Grad erhalten.cite-ref-rgi-2019-07-30-35-0[35]

Indien

Die Indian Railways kĂŒndigten im November 2022 an, bis 2026 100 neue Einheiten NeigetechnikzĂŒge in indischer Breitspur in Betrieb zu nehmen.cite-ref-36[36]

Übersicht von Eisenbahn-Fahrzeugen mit Neigetechnik

| Bezeichnung | Jahr der Inbetriebnahme | Einsatzbereich Eisenbahnunternehmen | Hersteller | Höchstgeschwindigkeit und maximaler Neigungswinkel Bemerkung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|
| DB-Baureihe VT 24 | 1968 | Deutschland Deutsche Bundesbahn | Waggonfabrik Uerdingen | 140 km/h 4° (gleisbogenabhÀngige Luftfedersteuerung) | |
| FIAT Y 0160 | 1971 | Italien Ferrovie dello Stato Italiane | Fiat Ferroviaria | 250 km/h 9° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 614 | 1971 | Deutschland Deutsche Bundesbahn | Waggonfabrik Uerdingen | 140 km/h 4,2° (gleisbogenabhĂ€ngige Wagenkastensteuerung) Nur der Prototyp 614 001 fĂŒr Versuchsbetrieb. | |
| APT-E („Advanced Passenger Train“) | 1975 | Großbritannien British Rail | British Rail Engineering | 240 km/h 9° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR.401 („Pendolino“) | 1976 | Italien Ferrovie dello Stato Italiane | Fiat Ferroviaria | 250 km/h 10° (aktive Neigetechnik) | |
| Britische Klasse 370 („Advanced Passenger Train“) | 1981 | Großbritannien British Rail | British Rail Engineering | 240 km/h 9° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR 450 („Pendolino“) | 1988 | Italien Ferrovie dello Stato Italiane | Fiat Ferroviaria | 250 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| SJ X2 („X2000“) | 1990 | Schweden , Norwegen , DĂ€nemark Statens JĂ€rnvĂ€gar | ABB , Kalmar Verkstad | 210 km/h 6,5° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 610 | 1992 | Deutschland Deutsche Bundesbahn | ABB , AEG , DUEWAG , MAN , MBB , Siemens und FIAT (Neigetechnik) | 160 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR 460 / FS ETR 463 („Pendolino“) | 1995 | Italien , Frankreich Ferrovie dello Stato Italiane | Fiat Ferroviaria | 250 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| VR Sm3 | 1995 | Finnland VR-YhtymÀ | Fiat Ferroviaria | 220 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 611 | 1996 | Deutschland Deutsche Bahn AG | Adtranz | 160 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR 470 | 1996 | Italien , Schweiz , Deutschland , Österreich , Griechenland Cisalpino AG , Hellenic Train | Fiat Ferroviaria | 200 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR 480 („Pendolino“) | 1997 | Italien Ferrovie dello Stato Italiane | Fiat Ferroviaria | 250 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 612 („RegioSwinger“) | 1998 | Deutschland , Tschechien Deutsche Bahn AG | Adtranz , Bombardier | 160 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| RENFE-Baureihe 102 („Talgo Pendular“) | 1998 | Spanien Renfe | Talgo | 330 km/h 2,5° (passive Neigetechnik) | |
| RENFE-Baureihe 490 („Alaris“) | 1998 | Spanien Renfe | Alstom , Fiat Ferroviaria | 220 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| CP-Baureihe 4000 („Alfa Pendular“) | 1999 | Portugal Comboios de Portugal | Adtranz , Siemens und FIAT (Neigetechnik) | 220 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 411 / DB-Baureihe 415 („ICE-T“) | 1999 | Deutschland , Schweiz , Österreich Deutsche Bahn AG | Alstom , Bombardier , Siemens und FIAT (Neigetechnik) | 230 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| NSB Type 73 („Krengetog“) | 1999 | Norwegen Norges Statsbaner | Strþmmens Vérksted | 210 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| SBB RABDe 500 („ICN“) | 1999 | Schweiz Schweizerische Bundesbahnen | Adtranz , FIAT-SIG und SWG | 200 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| SĆœ-Baureihe 310 | 2000 | Slowenien Slovenske ĆŸeleznice | FIAT | 200 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| DB-Baureihe 605 („ICE-TD“) | 2001 | Deutschland , DĂ€nemark , Schweiz Deutsche Bahn AG | Bombardier , Siemens | 200 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| ČD-Baureihe 680 | 2003 | Tschechien ČeskĂ© drĂĄhy | Alstom | 230 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| Britische Klasse 390 | 2004 | Großbritannien Virgin Trains | Alstom | 225 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| HĆœ 7123 („InterCity Nagibni“) | 2005 | Kroatien Hrvatske ĆŸeljeznice | Adtranz , Bombardier | 160 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| FS ETR 600 („Pendolino“) | 2007 | Italien Ferrovie dello Stato Italiane | Alstom | 250 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| Alstom ETR 610 / SBB RABe 503 („Astoro“) | 2007 | Italien , Schweiz , Deutschland , Österreich FS , SBB | Alstom | 250 km/h 8° (aktive Neigetechnik) | |
| Shinkansen-Baureihe E6 | 2010 | Japan East Japan Railway Company | Kawasaki Heavy Industries , Hitachi | 320 km/h 1,5° (passive Neigetechnik) | |
| Shinkansen-Baureihe N700 | 2010 | Japan Central Japan Railway Company , West Japan Railway Company , Kyushu Railway Company | Kawasaki Heavy Industries , Hitachi | 300 km/h 1° (passive Neigetechnik) | |
| RENFE-Baureihe 730 („Talgo Pendular“) | 2012 | Spanien Renfe | Talgo , Bombardier | 250 km/h 2,5° (passive Neigetechnik) | |
| FS ATR.365 | 2013 | Sardinien | CAF | 160 km/h 6° (aktive Neigetechnik) | |
| SBB RABe 502 („TWINDEXX Swiss Express“) | 2017 | Schweiz Schweizerische Bundesbahnen | Bombardier | 200 km/h 2° ( Wankkompensation ) | |
| Avelia Liberty | 2022 | USA Amtrak | Alstom | 300 km/h (160 mph / 257 km/h im regulÀren Betrieb) | |

‱ Zahlreiche Kapspur-TriebzĂŒge der Japanischen Eisenbahnen

Anwendungen bei Nicht-Schienenfahrzeugen

Auch bei Straßenfahrzeugen wurde schon die Neigetechnik angewandt. So verfĂŒgt der Kabinenroller Carver ĂŒber eine entsprechende FĂ€higkeit. Der Automobilhersteller Mercedes-Benz stellte 1997 das dreirĂ€drige Versuchsfahrzeug F 300 Life-Jet vor, welches aktive Neigetechnik anwendete. 1998 stellte Mercedes mit dem F 400 Carving Concept ein vierrĂ€driges Auto vor, dessen Radsturz sich kurvenabhĂ€ngig verĂ€ndert. Im Oktober 2001 folgte die Studie F 400.cite-ref-37[37]

2009 prÀsentierte Nissan auf der Tokyo Motor Show die Studie eines Stadtautos mit Neigetechnik.cite-ref-38[38]

Audi stellte 2011 im Rahmen seines Forschungsprojekts „Autonomes Fahren“ einen umgebauten Audi-A5-Prototyp vor. Dieser erfasst Kurven mittels einer Kamera und neigt daraufhin entsprechend das Fahrzeug, um die Fliehkraft auszugleichen. So soll Reisekrankheit vermieden werden.cite-ref-39[39]

Das 2014 erschienene S-Klasse-CoupĂ© von Mercedes-Benz hat – erstmals serienmĂ€ĂŸig in einem Auto – ein Fahrwerk mit Neigetechnik.

Fahrzeuge mit verstellbaren StoßdĂ€mpfern, sogenannte Lowrider, könnten theoretisch ebenso so umgebaut werden, dass sie Neigetechnik nutzen können.

Neben diesen motorisierten Fahrzeugen existieren verschiedene Modelle von muskelbetriebenen LiegedreirÀdern, die einen vom Fahrer verstellbaren Radsturz haben.

2012 wurde von einem Berliner IngenieurbĂŒro mit dem Veleon ein neues neigefĂ€higes (Lasten-)Dreirad prĂ€sentiert. Die Neigetechnik funktioniert mit einer Doppelquerlenkerachse, welche in einem zentralen Vorbau eingebunden ist. Die beiden VorderrĂ€der sind mit Achsschenkeln an den Querlenkerpaaren angebunden. Eine Neigebegrenzung begrenzt den möglichen Neigungswinkel auf 30°. Damit die Lenkwinkel der VorderrĂ€der auch bei voller Neigung korrekt zueinander stehen können, wurde statt eines ĂŒblichen LenkgestĂ€nges eine Seillenkung entwickelt. Der Neigewinkel wird durch die Gewichtsverlagerung des Fahrers bestimmt. Dadurch Ă€hnelt das Fahrverhalten des Veleon sehr stark dem von normalen FahrrĂ€dern.

An den LaufrĂ€dern einspuriger ZweirĂ€der tritt am Radaufstandspunkt eine Belastung weitgehend in Richtung des Radradius auf – etwa innerhalb des Winkels der abgehenden Speichen. KurvenbeschleunigungskrĂ€fte werden durch Neigen erzeugt. Nur ab seitlichem Wegrutschen des geneigten Rads und dem Wieder-Fangen, also dem Wieder-Erreichen der seitlichen Haftung treten große QuerkrĂ€fte auf, die von der Fahrbahn in Laufradachsenrichtung auf Reifen und Felge wirken. Beim mehrspurigen Rad, etwa dreirĂ€drigem Einkaufs- oder Lastenrad, dem Sociable oder Dicyclet, verhĂ€lt es sich anders: KurvenkrĂ€fte wirken auf RĂ€der am Aufstandspunkt genau quer, also parallel zur Radachse. Erst durch aufwendige Neigetechnik kann diese die Speichen und Felgen sehr belastende Kraft reduziert werden. Gleiches gilt fĂŒr den aufrecht sitzenden Fahrer, der sich nur mit einem Teil des Oberkörpers „in die Kurve legen“ kann und auf einem waagrechten Sattel von der Fliehkraft nach außen gezogen wird. Mit einem etwas artistischen Trick lĂ€sst sich ein vorne gelenktes und vorne zweispuriges Dreirad in der Kurve aufstellen, also als Gesamtfahrzeug in die Kurve neigen; dazu wird mit einem krĂ€ftigen Schlenkerer nach rechts gelenkt, dann mit einem Schubser (Impuls) an Lenker (und Sattel) das Rad oben nach links gedrĂŒckt und so das Rad so weit zum Kippen nach links gebracht, dass der Gesamtschwerpunkt ĂŒber der Linie linkes Vorderrad–Hinterrad liegt. In dieser Lage lassen sich auf diesen zwei LaufrĂ€dern auch schnellere Linkskurven fahren; der Fahrer erfĂ€hrt durch den geneigten Sattel und die besser passende Ausrichtung der Achse Sattel-Pedale einen Komfortgewinn (nur) in dieser Kurvenrichtung, auch die RĂ€der erfahren (radbezogen) weniger QuerkrĂ€fte. DafĂŒr treten bei Geradeausfahrt hohe QuerkrĂ€fte auf, weshalb man dabei gerne wieder das Fahrzeug in die Waagrechte kippt.

Literatur

‱ Karl-Heinz Linke, Hubert KĂŒgler, Reinhard Immisch: Pro und Contra Neigetechnik / Über 25 Jahre Erfahrungen mit der Neigetechnik im Streckennetz der Deutschen Bahn. In: Verkehrsgeschichtliche BlĂ€tter, 46. Jg., Heft 4 (Juli/August 2019), S. 89–98.
‱ Rolf Syrigos: Zur Zukunft der Neigetechnik. Wachsende Abneigung. In: eisenbahn magazin. Nr. 5/2010. Alba Publikation, Mai 2010, ISSN 0342-1902, S. 16–18 (mit einer Chronologie unter der Überschrift „Pannen-Statistik“).

Weblinks

Commons

: Neigetechnik bei Schienenfahrzeugen

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ GrundsĂ€tze der Trassierung: Neigetechnik (Memento vom 22. Februar 2001 im Internet Archive) (von der TU Wien)
‱ Informationen ĂŒber Neigetechnik (mit Bildern) (Memento vom 4. November 2016 im Internet Archive)
‱ Berechnung der maximalen Zuggeschwindigkeit mit Neigetechnik (Memento vom 15. September 2012 im Internet Archive) 2001, Railway Safety, Großbritannien, (englisch)

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Tilting TRDs arrive. In: Railway Gazette. Archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 13. April 2025 (englisch).
cite-note-22. ↑ Anlage A zur technischen Spezifikation fĂŒr die InteroperabilitĂ€t des Teilsystems „Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung“. (PDF) EuropĂ€ische Eisenbahnagentur, archiviert vom Original am 8. Oktober 2018; abgerufen am 13. April 2025.
cite-note-33. ↑ [1]
cite-note-44. ↑ Untersuchungen zu Auswirkungen von Geschwindigkeitserhöhungen auf Bahnstrecken im Bestand. (PDF) TU MĂŒnchen, archiviert vom Original am 29. MĂ€rz 2024; abgerufen am 13. April 2025.
cite-note-55. ↑ Current Biology 11/2001 (24. Juli 2001), Seiten R549-50.
cite-note-66. ↑ Influence of different conditions for tilt compensation on symptoms of motion sickness in tilting trains. In: Brain Research Bulletin 47/1998, S. 525–535.
cite-note-77. ↑ J. Förstberg et al. In: Brain Research Bulletin 47/1998, S. 525–535.
cite-note-88. ↑ Swedish National Road and Transport Research Institute (Hrsg.): Motion-related comfort in tilting trains: Human responses and motion environments in a train experiment (SJ X 2000). Verlag, Linköping 2000, ISSN 0347-6030 (Statens VĂ€g- och Transportforskningsinstitut: VTI rapport), S. 32.
cite-note-ei-2007-11-10-99. ↑ Reinhard Immisch, Karl-Heinz Linke, Hubert KĂŒgler: Pro und Contra Neigetechnik. In: Der Eisenbahningenieur. November 2007, ISSN 0013-2810, S. 10–17.
cite-note-1010. ↑ Patent DE609415C: Standschnellbahnfahrzeug mit quer schwenkbar auf dem Laufwerk ruhendem Wagenkörper. Angemeldet am 9. September 1928, veröffentlicht am 14. Februar 1935, Erfinder: Franz Kruckenberg, Curt Stedefeld.‌
cite-note-1111. ↑ Empire Builder Hill’s Grandson Builds a Jounceless Railroad Car In: Life magazine, 20. Mai 1940, (PDF-Datei auf der Website Streamliner Memories)
cite-note-1212. ↑ Karl Zimmermann: Burlington’s Zephyrs, MBI, St. Paul 2004, ISBN 0-7603-1856-5, Seite 139
cite-note-eri-2019-438-1313. ↑ Neigetechnik in Deutschland in der Sackgasse. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 8, August 2019, ISSN 1421-2811, S. 438 f.
cite-note-1414. ↑ R G Latham: Driver Aid System (C-APT). 1999, abgerufen am 8. Januar 2017 (englisch).
cite-note-bundesbahn-1989-12-1115-1515. ↑ Meldung Mit dem „Pendolino“ schneller und komfortabler durch die Pfalz. In: Die Bundesbahn. Nr. 12, 1989, S. 1115
cite-note-bundesbahn-1988-9-474-1616. ↑ Meldung Schneller in die Kurve. In: Die Bundesbahn. 1988, Nr. 9, S. 474 f.
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cite-note-bundesbahn-1989-1-64-1818. ↑ JahresrĂŒckblick 1988. In: Die Bundesbahn 1/1989, S. 64
cite-note-bt-19-9802-1919. ↑ Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan KĂŒhn (Dresden), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/8818. KĂŒnftige Einsatzbereiche von Schienenfahrzeugen mit gleisbogenabhĂ€ngiger Wagenkastensteuerung – Zukunft der „Neigetechnik“ in Deutschland. Band 19, Nr. 9802, 29. April 2019, ISSN 0722-8333. BT-Drs. 19/9802
cite-note-beg-2019-12-18-2020. ↑ Dialog zum kĂŒnftigen SPNV-Angebot. In: beg.bahnland-bayern.de. Bayerische Eisenbahngesellschaft, 18. Dezember 2019, abgerufen am 29. Dezember 2019.
cite-note-stmb-2022-12-06-2121. ↑ Neigetechnik im Schienenpersonennahverkehr wird fortgefĂŒhrt – Verkehrsminister Bernreiter: „BewĂ€hrte Technik wird weiterentwickelt“. In: stmb.bayern.de. Bayerisches Staatsministerium fĂŒr Wohnen, Bau und Verkehr, 6. Dezember 2022, abgerufen am 17. Dezember 2022.
cite-note-2222. ↑ Nordostbayern: Akku-ZĂŒge. Bayerisches Staatsministerium fĂŒr Wohnen, Bau und Verkehr, 12. MĂ€rz 2025, abgerufen am 12. MĂ€rz 2025.
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cite-note-beg-2024-07-21-2626. ↑ BEG startet Vergabeverfahren fĂŒr Regionalverkehr mit innovativen NeigetechnikzĂŒgen im AllgĂ€u. In: beg.bahnland-bayern.de. Bayerische Eisenbahngesellschaft, 15. Juli 2024, abgerufen am 21. Juli 2024.
cite-note-2727. ↑ Deutschland – Öffentlicher Schienentransport/öffentliche Schienenbeförderung – Neigetechnik AllgĂ€u (NTA). Dokument 423851-2024. In: Tenders Electronic Daily. 15. Juli 2024, abgerufen am 21. Juli 2024.
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cite-note-3030. ↑ Matthias Strasser: Genug geschĂŒttelt: Die SBB baut ihre «FV-Dosto»-ZĂŒge um. Schweizer Radio und Fernsehen, 15. August 2024, abgerufen am 29. MĂ€rz 2025.
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cite-note-3434. ↑ KHKQ: JR West 273 series. In: The Red List of Trains in Japan. 6. Juli 2024, abgerufen am 22. September 2024 (englisch).
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cite-note-3737. ↑ Nachrichten – BerlinOnline.de
cite-note-3838. ↑ Tokyo Motor Show: Nissan prĂ€sentiert Stadtauto mit Neigetechnik (Memento vom 18. Oktober 2009 im Internet Archive)
cite-note-3939. ↑ Querkraftfreies Fahren mit Audi. (Memento vom 17. MĂ€rz 2011 im Internet Archive) In: RP online.